Tradition

Hintergrund

Die Altreichenauer Rauhnacht unterscheidet sich von anderen Brauchtümern wie der österreichische Perchtenlauf oder den Rauhnudelbetteln, denn die Hauptperson bei der Altreichenauer Rauhnacht ist die DRUD. Nach der Legende ist diese Person ein weibliches Nachtgespenst dessen Vorliebe es ist sich schlafende Personen auf die Brust zu setzen. Das nannte man dann das Alpdrücken von dem die Alpträume für ein ganzes Jahr gekommen sein sollen.

Die Altreichenauer Rauhnachtler haben sich die Aufgabe gemacht in den zwölf Losnächten vom Heiligen Abend bis Dreikönig umher zu irren und nach der bösen Drud zu suchen. Diese Drud gehört eingefangen damit sie in den Losnächten keinen Schaden anrichten kann. Da wollten früher die Menschen nicht einmal einschlafen vor lauter Angst von der Drud druckt zu werden.

Um das Vertrauen der Drud zu gewinnen müssen die Rauhnachtler möglichst Furchterregend und böse ausschauen, denn von einer Menschengestalt würde sie sich niemals einfangen lassen.

Die Suche der Geister endet mit der endgültigen Gefangennahme der bösen Drud traditionell in der letzten Losnacht vom 05 auf den 06. Januar, wo sie sich angelockt durch lodernde Feuer ergeben muss.

Diese Geschichte wird jedes Jahr auf ein Neues in Altreichenau überliefert so dass diese alte Tradition NIE verloren geht.

Sicher gibt es im bayrischen Wald verschiedene Darstellungen dieses Brauches. Was jedoch hier am Fuße des Dreisessels überliefert wird ist einzigartig.

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